
Dieses Jahrzehnt war geprägt von tiefgreifenden Herausforderungen und zugleich bedeutenden Erfolgen für die Flughafen Dortmund GmbH. Die Covid-19-Pandemie führte weltweit zu massiven Einbrüchen im Luftverkehr, kurz darauf veränderte der Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erneut die Rahmenbedingungen. Trotz dieser Einschnitte bewies der Standort große Widerstandskraft – und überschritt erstmals die Marke von drei Millionen Passagieren pro Jahr. Ein starkes Zeichen für Stabilität, Wachstum und Vertrauen in die Zukunft des Dortmund Airport.
Mit der Umbenennung zu „Dortmund Airport“ im März 2006 setzte die Flughafen Dortmund GmbH ein sichtbares Zeichen für Internationalität und Markenstärkung. Im selben Jahr sorgte die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 für zusätzliche internationale Aufmerksamkeit und Passagierzuwächse in der Region. In den folgenden Jahren wurde das Streckennetz weiter ausgebaut, während strategische Entscheidungen und Investitionen die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit des Standorts nachhaltig stärkten.
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… blieben am Dortmunder Flughafen während des letzten Jahrzehnts keine leeren Worthülsen. Nach einer mehrjährigen Aus- und Umbauphase konnte der Öffentlichkeit im Oktober 2000 ein komplett modernisierter Flughafen präsentiert werden, der zum Symbol für die Zukunftsorientierung der Stadt und der gesamten Region wurde. Permanent steigende Passagierzahlen verweisen auf die Bedeutung des Flughafens im Zeitalter einer globalisierten und daher mobilen Gesellschaft.
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Zwei Entwicklungen prägten diese Jahre: die politische Öffnung Osteuropas und der internationale Aufstieg von Eurowings. Beides stärkte die Bedeutung des Dortmunder Flughafens. Unter der Leitung von Geschäftsführer Heinz-August Nunkesser wurde der eingeschlagene Wachstumskurs konsequent fortgesetzt.
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Mit der Gründung der Reise- und Industrieflug GmbH (RFG, später Eurowings) begann eine neue Phase. Das Streckennetz wuchs kontinuierlich, die neue Start- und Landebahn unterstützte den Aufschwung. 1980 nutzten bereits 72.867 Passagiere den Flughafen, der Großteil davon im kommerziellen Verkehr.
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Um international konkurrenzfähig zu bleiben, stand ab Ende der 1960er Jahre der Infrastrukturausbau im Fokus. Höhepunkt war die neue asphaltierte Start- und Landebahn, die nach intensiven Gesprächen am 29. April 1974 in Betrieb ging – ein Meilenstein für den Flughafen Dortmund.
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Ende der 1950er Jahre führte der Kalte Krieg zu einem erneuten Einschnitt: Die Stationierung britischer Lenkwaffen machte einen Umzug vom Brackeler Gelände nach Dortmund-Wickede notwendig. Trotz der Herausforderungen setzten alle Beteiligten auf einen schnellen Neustart am neuen, zukunftsfähigen Standort.

Neuer Standort in Wickede
Alternative zu Dortmund-Brackel: Es erfolgt die Eröffnung des neuen Luftsportgeländes an der Wickeder Chaussee, am heutigen Standort des Flughafens. Am 1. Januar 1960 landet die erste Sportmaschine des Aero Club Dortmund auf der Graslandebahn.

Brackel wird britisch
Im Jahr 1958 werden in Dortmund-Brackel britische Raketeneinheiten stationiert, weshalb der Flugplatz nicht mehr zivil genutzt werden kann. Der Aero Club und die Dortmunder Luftfahrtgesellschaft Hengsbach & Co. suchen nach einem neuen Standort.
In der Nachkriegszeit bestimmten Modell- und Segelflug das Geschehen. Das alliierte Flugverbot erlaubte zunächst nur theoretische Auseinandersetzungen mit der Luftfahrt. Ab 1953 waren erste Segelflugstarts wieder möglich, doch der Flughafen stagnierte – mangels öffentlicher Unterstützung und kommerziellem Interesse. Private Investoren hielten den Standort am Leben.

Wiederbelebung des Flugbetriebs
Flüge der Luftfahrtgesellschaft Hengsbach & Co. belebten ab 1955 den Flugplatz in Brackel. Dabei half auch die Unterstützung durch Sponsoren wie die Ruhr Nachrichten.

Unterstützer gründen Verein
Der Aero-Club Dortmund e.V. wurde 1950 von Flugbegeisterten, darunter die Gebrüder Theo und Hans Hengsbach gegründet, um den Flugbetrieb am zerstörten Flughafen Dortmund-Brackel wiederzubeleben.
Die nationalsozialistische Politik bedeutete einen deutlichen Einschnitt für den Dortmunder Flughafen. Zentralisierung und Militarisierung drängten ihn in den Hintergrund, der zivile Flugverkehr wurde vollständig eingestellt. Bei der Besetzung am 12. April 1945 fanden amerikanische Truppen einen schwer zerstörten Flughafen vor.
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Improvisation und Aufbruch prägten die frühen Jahre der Luftfahrt – auch in Dortmund. In kurzer Zeit gelang der Flughafen Dortmund GmbH der Anschluss an das deutsche Luftverkehrsnetz. Mit der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933 kam die zivile Luftfahrt jedoch abrupt zum Stillstand.
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